Sternenkinder
Wenn Liebe bleibt, wo Worte fehlen“Now I lay me down to sleep…”
Sternenkindfotografie
Ich bin ehrenamtliche Sternenkindfotografin für das Klinikum Wels-Grieskirchen. Aus Dankbarkeit für meine 3 wunderbaren und vor allem gesunden Kinder möchte ich Eltern, denen dieses Glück nicht vergönnt ist, eine greifbare Erinnerung in Form von einfühlsamen und würdevollen Bildern schenken.
Was sind Sternenkinder?
IIhre Finger und Nasen sind noch ganz klein, ihre Gesichter noch ganz weich. Sie sind kaum Menschen und doch schon auf dem Weg in den Tod. Jeden Tag werden in Österreich, in Deutschland und auf der ganzen Welt Kinder geboren, die nicht leben können. Mal ist es ein Herzfehler, mal eine Schwangerschaftsvergiftung – die Ursachen für den frühen Tod sind vielfältig, manchmal können die Ärzte gar nicht sagen, woran es liegt. Manche Babys sterben schon im Mutterleib, andere leben noch Stunden oder Tage. Oft kämpfen die Ärzte lange um das kleine Leben – doch viel zu häufig kommt der Moment, an dem Eltern und Ärzte erkennen müssen, dass ein Kind nicht stark genug ist, um zu überleben. Dann heißt es Abschied nehmen von diesem Baby, das zu einem der sogenannten Sternenkinder wird.
Selten sind es die Eltern, die in diesen Stunden an Fotos denken. Manchmal ist es die Krankenschwester oder die Hebamme, die zur Kamera greift, um wenigstens ein Bild zu machen. Etwas, das die Eltern nach dem Tod ihres Kindes behalten können, um sich zu erinnern, um zu zeigen: Da war ein Kind. Es durfte nicht leben, aber es war da, und wir werden es immer in unseren Herzen tragen. Aber manchmal reicht die Zeit nicht, bevor das Kind geht – oder die Amateurbilder zeigen die Realität zu hart. Das sind die Momente, in denen ich gerufen werde.
Dann komme ich ins Krankenhaus und mache die Bilder, die die Erinnerung an ein besonderes Wesen festhalten.
